©Diakonie

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in der Evangelischen Kirchengemeinde Erkelenz

„Diakonie“ bedeutet „Dienen“ und meint „Dienst für den Nächsten“, so wie Jesus Christus es gesagt hat: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Damit sind alle Christen angesprochen und aufgefordert, Menschen in Not zu helfen. Jeder Mensch ist von Gott geliebt und angenommen und hat seinen einzigartigen Wert. Dies gibt ihm seine unveränderliche Würde.

Diakonisches Handeln ist wertschätzende Hinwendung zum Menschen. Sie nimmt den einzelnen Menschen in seiner unverlierbaren Würde wahr. Sie ist solidarische Hilfe im Sinne praktischer Nächstenliebe. Diakonisches Handeln ist deshalb Helfen mit Respekt auf der Grundlage von „Hilfe zur Selbsthilfe.“

In der Diakonie begleiten und unterstützen hauptberuflich und ehrenamtlich Mitarbeitende partnerschaftlich Menschen in belastenden Lebens- und Krisensituationen. Sie wollen Menschen die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft ermöglichen und ihnen Hilfen zur eigenverantwortlichen Gestaltung des Lebens geben. Für die haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden in unserer Gemeinde- Diakonie haben Nähe und Zuwendung, Vertrauen und Verantwortung handlungsleitende Bedeutung. In ihrer täglichen Arbeit lässt sich erkennen, dass sie aus dem christlichen Glauben heraus leben und ihnen christliche Werte wichtig sind.

Diakonie wirkt stellvertretend und glaubwürdig in der Gesellschaft. Diese sozialethische und sozialstaatliche Verantwortung kommt besonders in dem gesellschaftspolitischen Gestaltungsmerkmal der „Subsidiarität“ zum Ausdruck. Diakonie setzt sich als Anwalt für Menschen ein und will die Bedingungen und Ursachen von sozialer Ungleichheit und sozialer Benachteiligung positiv verändern.

Seit 2012 unterhält unsere Kirchengemeinde eine eigene Diakoniestelle mit 100% Beschäftigungsumfang.

Zu den Aufgaben der Mitarbeiterin gehören derzeit folgende Arbeitsbereiche:

  • Aufbau eines Netzwerkes Gemeinwesendiakonie in der Ev. Kirchengemeinde Erkelenz
  • Willkommen im Leben – Arbeit mit Familien mit Neugeborenen und Geschwistern sowie Alleinerziehenden
  • Familien brauchen Hilfe – Arbeit mit Familien in Notlagen
  • Hilfe für Menschen in sozialen Notlagen
  • Sammlung und Schulung von ehrenamtlich Mitarbeitenden
  • Mitwirkung bei der Antragstellung und Verwendung von Drittmitteln
  • Seniorenbegleitung

Neues aus der Gemeindediakonie

Das neue Jahr ist nun schon einige Wochen alt und eine trubelige Advents- und Weihnachtszeit liegt hinter mir.
An dieser Stelle möchte ich einen kurzen Rückblick nehmen und einen kleinen Ausblick geben.
Die Freitagsfrühstücksgruppe hat eine tolle Weihnachtsfeier gefeiert, bei der es reichlich Selbstgebackenes und herzhafte und süße Leckereien gab.
Neben besinnlichen Worten von Pfarrer Wild waren kleine Geschichten zu hören und auch das gemeinsame Singen von Weihnachtsliedern bereitete viel Freude.
Im neuen Jahr haben schon mehrere Gruppentreffen stattgefunden und es wurden erste Vorüberlegungen für einen gemeinsamen Ausflug geschmiedet.
Schauen Sie doch einfach freitags in der Zeit von 9 – 11 Uhr im Clubraum im Martin-Luther Gemeindhau vorbei.
Sie sind herzlich willkommen.

Auch mit den Teilnehmerinnen des Café Kinderwagen wurde gefeiert. Ein Treffen im Dezember fiel auf Nikolaus, den wir auch entsprechend gefeiert haben.
Zur Gruppe sind inzwischen weitere Teilnehmerinnen dazugekommen und besuchen uns regelmäßig.
Donnerstags zwischen 9 – 12 Uhr können Sie in der Spielstube die Gelegenheit zum Austausch rund um die „Kleinen“, Spielen und einer Tasse Kaffee oder Tee nutzen.

Die Handarbeitsgruppe ließ es sich ebenfalls nicht nehmen im Advent eine kleine Feier auszurichten.
Die Teilnehmerinnen brachten verschiedene selbstgemachte Leckereien mit und es kam zu einem sehr interessanten Austausch über Traditionen in Deutschland und Sri Lanka.
Weitere Teilnehmer sind herzlich willkommen alle 14 Tage mittwochs in der Zeit von 14:30 – 17:00 Uhr mitzumachen. Das nächste Treffen findet am 6. März im Martin-Luther-Gemeindehaus im kleinen Saal statt.

Im Januar hat im Diakonieausschuss ein sehr informativer Austausch mit Vertretern des Bürgervereins des Oerather Mühlenfeldes und dem Leiter des Jugend- und Sozialamtes der Stadt Erkelenz, sowie dessen Vertreterin für das Projekt „Unterwegs zu Menschen – Quartiersarbeit im Oerather Mühlenfeld“ stattgefunden. In der nächsten Zeit wollen wir den Stadtteil als Sozialraum mit seinen Besonderheiten, Bedarfen und Ressourcen erkunden. Dies soll in enger Zusammenarbeit mit unserem Jugendzentrum ZaK geschehen, das in diesem Wohngebiet schon seit Jahren Angebote für Kinder und Jugendliche macht.

Auch die Gruppe der als Seniorenbegleiter tätigen Ehrenamtlichen hat sich im Januar zu ihrem ersten monatlichen Treffen zusammengefunden.
Zwei Anfragen von Senioren sind derzeit in Bearbeitung und können voraussichtlich zeitnah abgedeckt werden.
Die Jahresplanung ist für das nächste Treffen im Februar vorgesehen.
Ein gemeinsames Austauschtreffen mit der Gruppe der Seniorenbegleiter aus Hückelhoven sowie gemeinsame zukünftige Fortbildungen sind geplant.

Betreffend das Angebot der Gemeindediakonie „Willkommen im Leben“ wurden Ideen entwickelt, um den Familien unser Angebot frühzeitig bekannt zu machen. Damit wollen wir die Voraussetzungen schaffen, die neuen Ideen zeitnah  umzusetzen.
Falls Sie unsere Arbeit neugierig gemacht hat und sie gerne aktiv mitarbeiten und eigene Ideen einbringen möchten, würden wir uns sehr freuen! Sprechen Sie mich einfach an!
Birgit Evertz